Verbesserung der E-Mail-Zustellung und -Zustellbarkeit von Shopify Messaging
Es gibt zwei Faktoren, die dazu beitragen, dass deine E-Mail-Kampagnen erfolgreich die Posteingänge deiner Kundschaft erreichen:
- E-Mail-Zustellung bezeichnet die erfolgreiche Übertragung einer E-Mail an den E-Mail-Server deiner Kundschaft. E-Mails, die nicht zugestellt werden, werden vom empfangenden Server oder E-Mail-Anbieter abgewiesen. Eine gute E-Mail-Zustellungsrate für einen Onlineshop liegt bei 95 %. Der vollständige Versand von E-Mails an große Abonnentenlisten kann einige Stunden dauern.
- E-Mail-Zustellbarkeit bezieht sich auf die Einstufung deiner E-Mail, nachdem sie erfolgreich an den E-Mail-Server deiner Kundschaft zugestellt wurde. Eine optimale E-Mail-Zustellbarkeit bedeutet, dass deine E-Mail im primären Posteingang deiner Kundschaft oder im entsprechenden Tab (zum Beispiel im Tab „Werbung“ bei Gmail) landet und nicht im Spam-Ordner.
Diese Seite enthält Best Practices zur Verbesserung deiner E-Mail-Zustellung und deiner Chancen, in den Posteingängen deiner Abonnent:innen zu landen, anstatt in deren Spam-Ordnern.
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Sichere Sendelimits
Sichere Sendelimits legen fest, wie vielen Abonnent:innen du in einem bestimmten Zeitraum, zum Beispiel an einem Tag oder in einer Woche, E-Mails senden kannst. Die Anzahl basiert darauf, wie viele E-Mails an diesem Tag an einzelne Abonnent:innen zugestellt wurden, und nicht auf der Anzahl der gesendeten Kampagnen.
Das System pausiert möglicherweise die Zustellung, wenn die Interaktionsrate niedrig ist oder wenn viele Abonnent:innen deine E-Mail als Spam markieren. Dies schützt deine Absender-Reputation. Die Verbesserung deiner Absender-Reputation kann deine Limits und die Zustellbarkeit erhöhen. Shopify Messaging versendet E-Mails möglicherweise auch in Batches, um Spam-Filter zu vermeiden.
Wenn du ein E-Mail-Limit erreichst, ziehe eine der folgenden Optionen in Betracht:
- Plane eine E-Mail für das nächste verfügbare Datum.
- Erstelle Kundensegmente, um bestimmte Abonnent:innen gezielt anzusprechen oder deine Liste in kleinere Gruppen aufzuteilen. Du kannst zuerst an ein Segment senden, die E-Mail dann duplizieren und später an ein anderes Segment senden.
Aufbau deiner Absender-Reputation
Wenn du beginnst, Shopify Messaging zu nutzen, musst du eine starke Absender-Reputation bei Internetdienstanbietern (ISP) aufbauen, um eine hohe E-Mail-Zustellbarkeit sicherzustellen.
Beachte die folgenden Best Practices, um deine Absender-Reputation zu verbessern und deine Sendelimits zu erhöhen:
- Baue Vertrauen bei ISPs auf, indem du Warm-up-E-Mails an deine aktivsten Kontakte sendest.
- Verbessere und pflege die Qualität deiner Abonnentenliste.
- Sende regelmäßig E-Mails, um ein gleichbleibendes E-Mail-Volumen aufrechtzuerhalten und deine Domain aktiv zu halten.
- Überwache deine E-Mail-Zustellungsmetriken und reagiere umgehend auf Rückgänge bei der Interaktion und der allgemeinen Leistung.
- Ergreife Maßnahmen, um Spam-Filter zu vermeiden und deine Spam-Beschwerden zu reduzieren.
- Authentifiziere deine Absender-E-Mail-Adresse, indem du CNAME- und DMARC-Einträge zu deiner Drittanbieter-Domain hinzufügst.
Senden von Warm-up-E-Mails
Warm-up-E-Mails sind eine Reihe von E-Mails, die du in schrittweise zunehmenden Mengen an deine Abonnent:innen sendest, damit ISPs dein E-Mail-Sendeverhalten erkennen und diesem vertrauen. Dies verringert das Risiko, dass E-Mails von E-Mail-Anbietern als Spam markiert werden, und verbessert deine E-Mail-Zustellbarkeit.
Wenn einer der folgenden Umstände auf deine E-Mail-Marketing-Strategie zutrifft, solltest du das Senden von Warm-up-E-Mails in Betracht ziehen:
- Du bist neu im E-Mail-Marketing und sendest zum ersten Mal E-Mails an Abonnent:innen.
- Du betreibst E-Mail-Marketing über eine neue E-Mail-Adresse oder Domain.
- Du hast kürzlich Änderungen an deiner E-Mail-Marketing-Strategie vorgenommen.
Best Practices für das Senden von Warm-up-E-Mails
Sieh dir die folgenden Best Practices für die Umsetzung eines erfolgreichen E-Mail-Warm-up-Plans an:
- Beginne mit einer kleinen Gruppe deiner aktivsten Kontakte, die deine E-Mails häufig öffnen und mit ihnen interagieren, um eine anfängliche Interaktion sicherzustellen.
- Erhöhe die Anzahl der Empfänger:innen schrittweise im Laufe der Zeit. Sende zum Beispiel mindestens eine E-Mail pro Woche und füge jedes Mal mehr Empfänger:innen hinzu. Dies kann je nach Listengröße mehrere Wochen dauern.
- Überwache deine Zustellungsmetriken wie Öffnungsraten, Klickraten, Beschwerderaten und Bounces, und passe deine E-Mail-Strategie basierend auf dem Feedback an. Wenn du zum Beispiel eine geringere Interaktion mit deinen E-Mails feststellst, bewerte deine Abonnentenliste neu und nimm entsprechende Anpassungen vor.
Pflege einer hochwertigen Abonnentenliste
Interaktionen deiner Abonnent:innen, wie hohe Öffnungsraten, helfen Anbietern dabei, deine E-Mails als erwünscht einzustufen. Eine hochwertige Liste erhöht die Interaktionsrate und verringert Spam-Beschwerden, Bounces und Abmeldungen. Kund:innen, die sich abmelden, deren E-Mails bouncen oder die deine E-Mails als Spam markieren, werden automatisch von zukünftigen Kampagnen ausgeschlossen.
Die folgenden Vorschläge können dir helfen, eine hochwertige Abonnentenliste zu pflegen:
- Stelle sicher, dass du eine Opt-in-Zustimmung für alle E-Mail-Adressen hast, die deiner Datenbank hinzugefügt wurden.
- Aktualisiere Kundenkontaktinformationen nach Bedarf.
- Bewerte deine Quellen für die E-Mail-Akquise. Wenn du viele Spam-Beschwerden oder Bounces bei E-Mails aus einer bestimmten Quelle erhältst, entferne oder ersetze diese Quelle.
- Kaufe oder miete niemals E-Mail-Listen. Wenn du in der Vergangenheit Listen gekauft oder gemietet hast, stelle sicher, dass diese E-Mails auf „nicht abonniert“ gesetzt sind.
- Deaktiviere im Bereich Marketing-Opt-in deiner Checkout-Einstellungen das Kontrollkästchen Vorausgewählt für E-Mail-Marketing, um sicherzustellen, dass Kund:innen nicht versehentlich zustimmen.
- Nutze regelmäßig Kundensegmente, um Abonnent:innen zu filtern und zu entfernen, deren E-Mails unzustellbar waren, die inaktiv sind oder die sich vor langer Zeit angemeldet und nie einen Kauf getätigt haben. Erfahre mehr über das Erstellen von Kundensegmenten.
- Verhindere von Bots generierte E-Mail-Abonnent:innen in deiner Abonnentenliste.
Verhindern von Bot-generierten E-Mail-Abonnent:innen
Von Bots generierte Abonnent:innen sind E-Mail-Adressen, die von automatisierter Software und nicht von echten Kund:innen hinzugefügt wurden. Bots verwenden Anmeldeformulare, um zufällige oder ungültige Adressen oder echte Adressen ohne Zustimmung zu übermitteln. Das Senden an diese Adressen kann die Interaktionsrate senken, Bounces und Spam-Beschwerden erhöhen und die Versandkosten steigern.
Ergreife die folgenden Schritte, um Interaktionen mit von Bots generierten E-Mail-Abonnent:innen zu verhindern:
- Aktiviere hCaptcha in deinem Shop, um zu verhindern, dass Bots E-Mails in deinem Shop abonnieren.
- Entferne regelmäßig inaktive oder verdächtige E-Mail-Adressen aus deiner E-Mail-Abonnentenliste. Überprüfe zum Beispiel deine Kundenliste auf E-Mail-Adressen mit ungewöhnlichen Domains sowie auf Kund:innen, die noch nie einen Kauf getätigt oder eine E-Mail geöffnet haben.
- Aktiviere das Double-Opt-in, um sicherzustellen, dass Abonnent:innen bestätigen, dass sie E-Mail- und SMS-Marketing von dir erhalten möchten.
Bot-generierte Abonnent:innen filtern
Shopify filtert automatisch Bot-generierte Abonnent:innen aus E-Mail-Abonnentenlisten von Shops, die von E-Mail-Anbietern aufgrund einer hohen Anzahl von Bot-generierten Abonnent:innen markiert wurden.
Wenn du eine E-Mail an deine Abonnent:innen sendest, werden diese Bot-generierten Abonnent:innen zum Zeitpunkt der E-Mail-Zustellung herausgefiltert, verbleiben jedoch in deiner Kunden-Liste. Wenn dein Shop Teil des frühzeitigen Zugriffs für das Filtern von Bot-generierten Abonnent:innen ist, könntest du im Vergleich zu früheren E-Mails einen Rückgang der Anzahl der E-Mail-Abonnent:innen feststellen, an die deine Shopify Messaging-Kampagnen gesendet werden.
Zusätzlich zu diesem Filter solltest du auch Maßnahmen ergreifen, um Interaktionen mit Bot-generierten E-Mail-Abonnent:innen zu verhindern.
Spam-Filter vermeiden
Empfangende E-Mail-Server verwenden Spam-Filter, um die Zustellung unerwünschter E-Mails an den Posteingang von Empfänger:innen zu blockieren oder zu filtern. Blockierte E-Mails zählen zu deiner Bounce-Rate. Andere werden möglicherweise in Spam- oder Junk-Ordner zugestellt.
Viele Postfach-Anbieter veröffentlichen Anforderungen und Best Practices für Absender. Mehr Informationen zu anbieterspezifischen Richtlinien findest du in den folgenden Ressourcen:
Ungültige E-Mail-Adressen von Kund:innen, Spam-Beschwerden und das Engagement deiner Abonnent:innen können alle beeinflussen, ob deine E-Mail von einem E-Mail-Anbieter als Spam angesehen wird.
Lies dir den Leitfaden zu Best Practices für Shopify Messaging durch, um deine Statistiken und die Zustellung zu verbessern.
Zustellungskennzahlen verbessern
Die Verbesserung deiner Zustellungskennzahlen, wie z. B. Spam-Raten, Bounce-Raten, Öffnungen und Klicks sowie Abmeldungen, trägt dazu bei, deine Reputation als Absender aufzubauen, und verringert das Risiko, dass Kampagnen pausiert werden. Einzelheiten dazu findest du in deinen Shopify Messaging-Analysen.
Spam-Rate
Deine Spam-Rate, auch als Spam-Beschwerderate bezeichnet, berechnet das Verhältnis der Anzahl der E-Mails, die von Kund:innen als Spam markiert werden, zur Anzahl der E-Mails, die in ihren Posteingang zugestellt werden.
Du kannst die meisten Spam-Beschwerderaten pro Kampagne in deinem E-Mail-Tracking und deinen Analysen verfolgen. Gmail stellt Shopify jedoch keine Berichte zu Spam-Beschwerden zur Verfügung. Wenn du authentifiziert bist, einen DMARC-Eintrag hast und mehr als 100 E-Mails pro Tag an Gmail-Benutzer sendest, kannst du deine Gmail-Spam-Beschwerderate verfolgen, indem du die kostenlosen Postmaster Tools von Google einrichtest.
Ziehe die folgenden Strategien in Betracht, um deine Spam-Beschwerderate zu senken:
- Pflege eine hochwertige Abonnentenliste.
- Füge einen leicht auffindbaren Abmeldelink in deine E-Mails ein, um zu verhindern, dass Empfänger:innen deine E-Mail als Spam markieren.
- Verwende Kundensegmente, um Marketing-E-Mails nur an Abonnent:innen zu senden, die positiv auf deine E-Mails reagieren und zum Umsatz deines Shops beitragen. Erstelle zum Beispiel ein Kundensegment, das Kund:innen filtert, die für das E-Mail-Marketing angemeldet sind und in den letzten 6 Monaten hinzugefügt wurden oder die eine Bestellung aufgegeben oder eine E-Mail vor den letzten 6 Monaten angeklickt haben:
email_subscription_status = 'SUBSCRIBED'
AND (customer_added_date > -6m
OR (customer_added_date <= -6m
AND (number_of_orders > 0
OR shopify_email.clicked() = true )
)
)Bounce-Rate
Deine Bounce-Rate ist ein Maß dafür, wie oft deine E-Mails entweder nicht erfolgreich zugestellt oder vom Posteingangsanbieter der Empfänger:innen, wie z. B. Gmail oder Yahoo, abgelehnt werden.
Es gibt zwei Arten von Bounces, die in deiner Bounce-Rate enthalten sind:
- Hard Bounces treten auf, wenn E-Mails nicht zugestellt werden können, weil die E-Mail-Adresse der Empfänger:innen falsch ist, nicht existiert oder der empfangende Server die Zustellung dauerhaft blockiert hat.
- Soft Bounces treten auf, wenn E-Mails vorübergehend nicht zugestellt werden können, beispielsweise wenn der Posteingang der Empfänger:innen zu voll ist oder der E-Mail-Server vorübergehend nicht verfügbar ist.
Eine hohe Bounce-Rate erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass deine E-Mails als Spam gefiltert werden. Die folgenden Vorschläge können dir helfen, deine Bounce-Rate zu verbessern:
- Pflege eine hochwertige Abonnentenliste.
- Bevor du eine Liste von Kunden-E-Mail-Adressen importierst, verwende ein externes E-Mail-Verifizierungstool, um sicherzustellen, dass die E-Mail-Adressen gültig sind.
- Stelle sicher, dass deine E-Mail-Größe nicht zu groß ist, da größere E-Mails von einigen E-Mail-Servern abgelehnt werden könnten. Tipps, wie du deine E-Mails kurz und prägnant hältst, findest du in den Best Practices für Shopify Messaging.
- Überprüfe, woher die E-Mail-Adressen deiner Kund:innen stammen, um sicherzustellen, dass bei deinem Akquise-Prozess das Sammeln falscher oder fehlerhafter E-Mail-Adressen vermieden wird.
- Erstelle ein Kundensegment, das E-Mail-Adressen mit Bounces enthält, und entferne diese E-Mail-Adressen dann aus deiner Abonnentenliste.
E-Mail-Adressen mit Bounces segmentieren und aus der Abonnentenliste entfernen
Gehe in deinem Shopify-Adminbereich zu Apps > Messaging.
Klicke auf die gesendete Kampagne, für die du ein Kundensegment erstellen möchtest.
Klicke auf der Kennzahl-Karte Bounce-Rate auf das Symbol Segment anzeigen.
Wähle das Kontrollkästchen neben Kundenname aus, um alle Kund:innen auszuwählen.
Klicke auf Massenbearbeitung.
Deaktiviere die Spalte Akzeptiert E-Mail-Marketing für alle Kund:innen.
Klicke auf Speichern.
Öffnungen und Klicks
Die folgenden Vorschläge können helfen, deine Öffnungs- und Klickraten zu verbessern:
- Stelle sicher, dass die Betreffzeile deiner E-Mail genau, prägnant und ansprechend ist.
- Sende deine E-Mails zu einer Zeit, die für deine Abonnent:innen sinnvoll ist. Du kannst eine E-Mail im Voraus verfassen und den Versand zur Vorgeschlagenen Zeit in Shopify Messaging planen, die basierend auf deinem Shop und Branchentrends die optimale Versandzeit ist. Du kannst auch ein eigenes Datum und eine eigene Uhrzeit festlegen.
- Erstelle ein Segment, um deine Kampagnen auf eine kleinere Zielgruppe engagierterer Abonnent:innen zu beschränken. Erstelle zum Beispiel ein Segment von Abonnent:innen, die bereits einen Kauf getätigt oder frühere E-Mails geöffnet haben.
Abmeldungen
Du kannst deine Abmeldungen in deinen E-Mail-Tracking-Analysen überprüfen.
Die folgenden Vorschläge können helfen, die Anzahl der Kund:innen zu verringern, die sich von deinen E-Mails abmelden:
- Pflege eine hochwertige Abonnentenliste.
- Stelle sicher, dass dein E-Mail-Inhalt für das Kundensegment relevant ist, an das du ihn sendest, und alle Erwartungen erfüllt, die du während der Akquise geweckt hast.
- Überprüfe die Best Practices für Shopify Messaging, um sicherzustellen, dass dein E-Mail-Inhalt ansprechend, effektiv und gut gestaltet ist.
- Vermeide es, E-Mails zu häufig zu senden, damit Abonnent:innen nicht das Gefühl haben, dass du ihren Posteingang zuspammst.