Flash-Verkäufe
Flash-Verkäufe können in kurzer Zeit zu einem hohen Verkaufsvolumen führen, erfordern jedoch möglicherweise Vorbereitung, wenn du einen starken Anstieg bei den Checkouts erwartest. In den meisten Fällen werden spezielle Vorbereitungen nur dann empfohlen, wenn du einen Flash-Verkauf durchführst und erwartest, dass Zehntausende Kund:innen innerhalb weniger Minuten einen Checkout starten.
Ein Beispiel: Shadi hat normalerweise 10.000 Besucher:innen und 100 Bestellungen pro Tag. Nun veranstaltet Shadi einen Flash-Verkauf und erwartet 50.000 Besucher:innen und 1.000 Bestellungen in einem Zeitraum von 24 Stunden. Dieser Sale erfordert keine besonderen Vorbereitungen. Später wird Shadis Unternehmen in einem großen Netzwerk erwähnt, woraufhin Shadi einen Flash-Verkauf einrichtet, um diese Gelegenheit zu nutzen. Shadi rechnet mit einem erheblichen Anstieg der Nachfrage, bei der Zehntausende Kund:innen um das Inventar wetteifern und der Lagerbestand nach jeder Auffüllung innerhalb von Minuten ausverkauft sein wird. Dies stellt eine beträchtliche Steigerung dar und erfordert entsprechende Vorbereitung, um einen reibungslosen Ablauf des Flash-Verkaufs zu gewährleisten.
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Im Voraus planen
Wenn du feststellst, dass dein Flash-Verkauf so viele Bestellungen generieren wird, dass du dich im Voraus darauf vorbereiten musst, beginne so bald wie möglich mit der Planung. Beginne gegebenenfalls bereits Wochen im Voraus mit den Vorbereitungen, um sicherzustellen, dass du ausreichend Zeit hast.
Vorschauprodukte vorbereiten
Wenn du eine Vorschau auf die Produkte geben möchtest, die du während deines Flash-Verkaufs anbietest, solltest du eigene Vorschauprodukte erstellen, die von den Produkten getrennt sind, die du bei Beginn des Events tatsächlich zum Kauf anbietest. Wenn du Produkte mit verfügbarem Inventar in deinem Onlineshop veröffentlichst, können Kund:innen einen Checkout mit diesen Produkten durchführen. Einige Theme-Modifikationen können zwar die Aktion In den Warenkorb ausblenden, du solltest dich jedoch nicht darauf verlassen, um Kund:innen vom Kauf abzuhalten.
Produktinformationen für internationale Verkäufe überprüfen
Wenn du international verkaufst und Zollgebühren und Einfuhrsteuern erhebst, solltest du erwägen, die Erhebung von Zollgebühren und Einfuhrsteuern zu deaktivieren, bis dein Sale abgeschlossen ist. Wenn du dich entscheidest, während deines Sales Zollgebühren und Einfuhrsteuern zu erheben, solltest du deine Angebotsartikel überprüfen, um sicherzustellen, dass sie über die folgenden Informationen verfügen:
Wenn du sicherstellst, dass diese Felder bei deinen Angebotsartikeln ausgefüllt sind, hilft das bei der Schätzung der Zollgebühren und Einfuhrsteuern. Wenn dein Produkt keinen HS-Code oder Produkttyp hat, werden für dieses Produkt keine Zollgebühren und Einfuhrsteuern berechnet.
Markenspezifische Passwortseite erstellen
Wenn ein technisches Problem deine Fähigkeit beeinträchtigt, Kund:innen während deines Flash-Verkaufs zu bedienen, kannst du deinen Onlineshop vorübergehend mit einer Passwortseite sperren. Dies verhindert, dass neue Besucher:innen einen neuen Checkout in deinem Shop starten, während Kund:innen, die sich bereits im Checkout-Prozess befinden, ihren Kauf abschließen können.
Ein Theme mit ereignisspezifischen Kollektionen und Produktseiten erstellen
Erstelle eine Kollektion speziell für deine Angebotsartikel und nach Möglichkeit ein Theme, das deine Produktseiten hervorhebt und vereinfacht. Die Anzeige von optimierten Kollektionen und Produktseiten während des Sales bietet deiner Kundschaft ein einfacheres und schnelleres Checkout-Erlebnis. Insbesondere solltest du in Betracht ziehen, die folgenden Einstellungen zu deaktivieren:
- Filtermenüs für Kollektionen
- Empfohlene Produkte
- Social-Media-Feeds
- Slideshow- oder Karussellansichten
- Pop-ups oder Upselling-Funktionen
Fulfillmentstandorte deaktivieren
Wenn du mehr als einen aktiven Fulfillmentstandort hast, solltest du alle Standorte deaktivieren, außer denjenigen, dem das Inventar für den Sale zugewiesen ist. Wenn während eines Flash-Verkaufs mehr als ein Inventarstandort aktiv ist, kann dies dazu führen, dass dein Onlineshop langsam reagiert oder Fehler auftreten, die deine Kund:innen daran hindern, den Checkout abzuschließen.
Zahlungen manuell erfassen
Wenn du Zahlungen automatisch erfasst, solltest du in Betracht ziehen, deine Einstellungen so zu ändern, dass Zahlungen manuell erfasst werden, solange dein Flash-Verkauf andauert. Die manuelle Erfassung von Zahlungen vermeidet potenziell hohe Kreditkartengebühren im Falle von Überverkäufen oder stornierten Bestellungen. Außerdem ermöglicht sie dir zu überprüfen, ob Bestellungen legitim sind, bevor die Zahlung abgeschlossen und der Fulfillment-Prozess gestartet wird.
Drittanbieterfunktionen überprüfen
Stelle bei großen Flash-Verkäufen sicher, dass deine Drittanbieter-Integrationen den erhöhten Traffic in deinem Shop bewältigen können.
Apps
Wenn du Drittanbieter-Apps in deinen Checkout-Prozess integrierst, kontaktiere die Entwickler:innen und teile ihnen eine Schätzung des erwarteten Bestellvolumens sowie die Dauer deines Sales mit. Sie können dir Auskunft darüber geben, welche Kapazitäten ihre App bewältigen kann. Wenn sie nicht sicher sind, ob die App die von dir erwartete Anzahl an Checkouts unterstützen kann, solltest du erwägen, die App für die Dauer deines Sales zu deaktivieren.
Versand-Apps
Versand-Apps funktionieren bei Events mit extrem hohem Bestellvolumen in der Regel eher schlecht. Da ein Checkout nicht abgeschlossen werden kann, wenn keine Versandtarife angegeben werden, solltest du in Betracht ziehen, Versand-Apps und vom Versanddienstleister berechnete Tarife für die Dauer deines Sales zu deaktivieren. Richte stattdessen direkt in deinem Shopify-Adminbereich benutzerdefinierte Flat Rates ein. Wenn du beispielsweise eine Versand-App in deinem Shopify-Adminbereich installiert hast, die berechnete Versandtarife für deine Kundschaft bereitstellt, solltest du diese App deaktivieren und stattdessen benutzerdefinierte Flat Rates verwenden. Durch die Verwendung benutzerdefinierter Flat Rates kann deine Kundschaft den Checkout abschließen, ohne auf die Berechnung der Versandtarife warten zu müssen.
Benutzerdefinierte Apps
Wenn du in deinem Shop benutzerdefinierte Apps installiert hast, solltest du diese überprüfen, um sicherzustellen, dass sie so effizient wie möglich arbeiten und die API-Aufrufrate ausreichend ist. Wenn du dir nicht sicher bist, ob eine App das erwartete Volumen bewältigen kann, solltest du in Betracht ziehen, sie für die Dauer deines Events zu deaktivieren.
Zahlungsanbieter
Wenn du Shopify Payments nicht nutzt, wende dich an deinen Zahlungsanbieter, um sicherzustellen, dass dieser das erwartete Verkaufsvolumen unterstützen kann. Erwäge die Einrichtung eines zweiten Zahlungsanbieters, falls dein primärer Anbieter nicht mit deinen Bestellungen Schritt halten kann. Teste deine Anbieter im Vorfeld, um sicherzustellen, dass es beim Checkout zu keinen Problemen für deine Kundschaft kommt.
Externe Zahlungsanbieter
Ein externer Zahlungsanbieter ist ein Dienst, der die Kundschaft weiterleitet, um ihre Zahlung außerhalb von Shopify abzuschließen. Er umfasst Zahlungsoptionen, die eine spätere Bezahlung oder Teilzahlungen ermöglichen. Diese Zahlungsoptionen können zu einem Überverkauf von Merchandise-Artikeln führen, da es einige Zeit in Anspruch nimmt, den Checkout an einen externen Dienst und mit den abgeschlossenen Zahlungsinformationen wieder zurück zu übermitteln. Wenn du eine externe Zahlungsoption anbietest, solltest du in Betracht ziehen, diese für die Dauer deines Sales zu deaktivieren.